Kosten für Datenrettung

Warum ist Datenrettung so teuer?

Der Verlust von Daten kann vielerlei Ursachen haben. Malware, ein unsachgemäßer Umgang mit der Hardware oder ein Wasserschaden können die Daten auf dem betroffenen Speichermedium teilweise oder vollständig zerstören. Die Rekonstruierung der betroffenen Daten erweist sich oftmals als äußert schwierig und erfordert ein profundes technisches Wissen. Die Kosten für die Datenrettung ist dabei abhängig von der Art des Speichermediums und von der Schwere des Schadens.

Verschiedene Speichermedien und Datensicherung

Um einem spontanen Verlust von relevanten Daten vorzubeugen, sollte man regelmäßige Backups der Daten anfertigen. Hierfür bieten sich USB-Sticks oder externe Festplatten an, die sich schon für kleines Geld im Fachhandel erwerben lassen. Eine externe Festplatte beispielsweise mit etwa einem Terrabyte Speicherplatz kostet rund 50 Euro. Kleinere Datenmengen lassen sich auch auf DVD oder CD brennen. Die kostenfreie Alternative bieten sogenannte Cloud-Speicher im Internet. Bekannte Anbieter hierfür sind Google, Microsoft OneDrive oder Dropbox. Die kostenfreie Version einer Cloud bietet dem User zwischen 2 und 15 Gigabyte und liefert somit genug Platz für die wichtigsten Daten. Eine vollständige Absicherung der Festplatte lässt sich mithilfe von Backup-Software erreichen. Diese erstellt ein Abbild des kompletten Systems. Nach einem Virenbefall oder einem Defekt der Festplatte, lässt sich dieses Abbild nahtlos auf eine neue Festplatte laden.

Welche Möglichkeiten gibt es bei Datenverlust

Für versehentliche Löschungen von Dateien gibt es spezielle Recovery-Software, da Dateien unter Windows zunächst nur temporär gelöscht werden. Software dieser Art gibt es kostenfrei als Freeware im Netz. Nutzer von Apple haben die Möglichkeit, gelöschte Dateien über die Datensicherung der iCloud wiederherzustellen. Bei schwerwiegenden Schäden der Festplatte – beispielsweise bei Malware, einem Headcrash der Festplatte, einem Wasserschaden oder einer starken Erschütterungen – reicht die normale Recovery-Software nicht mehr aus. Oft erweist sich die Datenrettung durch einen Fachmann als letzte Möglichkeit, die verlorenen Daten vom Speichermedium zu bergen. Die Datenrettung ist auch für erfahrene Techniker ein schwieriges und langwieriges Unterfangen und kann je nach Schwere des Schadens mehrere Werktage in Anspruch nehmen.

Die Kosten für eine professionelle Datenrettung

Wie hoch die Kosten für eine Bergung der Daten ausfallen, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Die Kosten werden unter anderem von der Art des Speichermediums und dem damit einhergehenden Aufwand bestimmt. Ein zu reparierender USB-Stick ist beispielsweise günstiger als die Rettung einer kompletten Festplatte. Auch die Datenrettung von defekten Smartphones ist für eine spezialisierte Werkstatt kein Problem. Die Kosten für die Datenrettung befinden sich in der Regel zwischen einigen hundert oder tausend Euro. Relevant ist vor allem die Art des Schadens. Elektronische Defekte, etwa durchgebrannte Platinen auf einem Smartphone, lassen sich leichter reparieren. Der Speicherchip wird hierzu vorsichtig von der Platine entfernt. Eine neue Platine wird nachbestellt, auf welche der alte Speicherchip gelötet wird. Die Kosten hierfür belaufen sich auf etwa 100 bis 200 Euro zuzüglich der Kosten für das Ersatzteil. Ein mechanischer Defekt einer Festplatte – bei einem Headcrash oder einem defekten Schreibkopf – verursacht meist höhere Kosten im vierstelligen Bereich.

Die hohen Kosten lassen sich durch das aufwändige Verfahren der Datenwiederherstellung begründen. Eine Datenrettung erfolgt im sogenannten Reinraum – ein keim- und staubfreier Raum. Zur Bergung der Daten ist unter anderem teures Equipment erforderlich. Natürlich gibt es keinen Garant für einen Erfolg der Reparatur. Einige Anbieter stellen die Reparatur allerdings nur in Rechnung, wenn die Datenrettung erfolgreich verläuft.

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