Ursachen für Datenverlust

Ob Urlaubsfotos der vergangenen Jahre oder relevante Dateien für das eigene Unternehmen: Diverse Dateien haben für uns einen erheblichen emotionalen oder finanziellen Wert. Und doch sichern sich nur die Wenigsten gegen das hohe Risiko eines spontanen Datenverlustes ab. Doch wie entsteht ein solcher Datenverlust und wie lässt er sich vermeiden? 

Verlust von Dateien durch Schadsoftware

Ein falscher Klick oder eine unvorsichtig geöffnete Mail und schon zieht sich die Malware vollautomatisch auf das eigene Gerät. Von einfachen Trojanern bis hin zu Keyloggern gibt es viele verschiedene Arten von Schadsoftware. Für einen Datenverlust ist hier hauptsächlich die sogenannte Ransomware verantwortlich. Sie sorgt dafür, dass alle Dateien auf dem betroffenen Gerät nur noch im verschlüsselten Zustand vorzufinden sind. Das Opfer der Schadsoftware wird von ihr dazu genötigt, per Cryptowährung oder Paypal einen Freischaltcode zu erwerben, um die Dateien wieder nutzen zu können. Glücklicherweise lässt sich Ransomware in der Regel durch kostenfreie Software mit entsprechendem Know-How selbst entschlüsseln. Um einem Befall vorzubeugen sollte sowohl Smartphone als auch Computer mit einem leistungsstarken Virenschutz ausgestattet sein. 

Datenverlust durch Wasserschaden

Der Wasserschaden ist der häufigste Grund für Reparaturen oder Datenrettungen am Smartphone. So beschädigte Geräte lassen sich zwar oftmals nicht mehr starten, besitzen aber einen noch unbeschädigten Speicher. Nach dem Kontakt mit Wasser sollte zunächst der Akku entfernt werden. Die Trocknung sollte nicht über eine heiße Wärmequelle erfolgen. Ratsamer und schonender ist die Trocknung in einem Beutel Reis. Nach einer Trocknung von einigen Tagen kann das Gerät an einen Profi versendet werden. Dieser öffnet das Gerät und untersucht es auf potentielle Wasserschäden. Gegebenenfalls entfernt er Restfeuchtigkeit im Gerät über ein spezielles Infrarotgerät. Im optimalen Fall lassen sich alle Dateien unversehrt bergen. 

Selbstverursachte Fehler 

Ein glücklicherweise leicht zu behebender Fehler ist die versehentliche Löschung von Dateien. Es passiert schnell, dass Dateien oder ganze Ordner in den Papierkorb landen und vermeintlich für immer verloren sind. Zum Glück lassen sich so gelöschte Dateien auf dem Smartphone und am Computer über verschiedene Datenrettungsprogramme selbstständig wiederherstellen. Anders sieht es aus, wenn das Smartphone oder eine externe Festplatte physischen Schäden wie starken Stößen ausgesetzt ist. Auch ein System das großer Hitze ausgesetzt wird, kann Schaden davontragen und wichtige Dateien verlieren. 

Verlust von Daten durch Software-Fehler

Ein Datenverlust kann auch durch komplexe Fehler bedingt durch beschädigte Software oder eine veraltete Festplatte auftreten. Derartig verursachte Schäden können oft das gesamte System lahmlegen und Dateien unwiederbringlich zerstören. Durch sporadische Abschaltungen oder fehlerhafte Updates des Systems erstellen sich logische Fehler in den Strukturen des Laufwerks. Es kann zu Datenlöschungen oder Änderungen der Datenstruktur kommen. Besitzt ein Laufwerk ein gewisses Alter, häufen sich derartige Fehler. Wie lange eine Festplatte einwandfrei arbeitet, hängt von der Art der Festplatte ab. HDD Festplatten haben grundsätzlich eine längere Lebensdauer als SSD Festplatten und lassen sich im Falle eines Defektes auch leichter nach Daten auslesen

Prävention vor Datenverlust

Um die eigenen Dateien gegen potentiellen Datenverlust zu schützen, empfiehlt es sich mindestens ein Backup der Datei zu besitzen. Backups lassen sich entweder auf externe Festplatten oder USB-Sticks kopieren. Anbieter wie Google oder Apple bieten eine automatische Absicherung von Dateien über eine virtuelle Cloud an.

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