Sicheres Surfen im Internet – Wie viel Sicherheit bieten Internetbrowser?

Sicher im Internet surfen

Der Datenschutz im Internet rückt immer mehr in den Fokus des öffentlichen Interesses, nicht zuletzt aufgrund des wachsenden Bewusstseins für Tracking durch diverse Webseitenbetreiber. Schon lange arbeiten Internetbrowser wie Firefox, Safari und Chrome an Anti-Tracking-Maßnahmen, doch wie viel Sicherheit bieten die jeweiligen Browser und was gibt es bei der Nutzung zu beachten?

Wie viele Informationen sammelt der Browser?

Grundsätzlich sammeln sämtliche Internetbrowser Daten über den Nutzer. Zu diesen Daten gehören unter anderem der Verlauf von besuchten Webseiten, ein Suchverlauf der genutzten Suchmaschine, ein Downloadverlauf, Cookies und andere persönliche Nutzerinformationen wie Zugangsdaten, die IP-Adresse, Geburtsdaten sowie Adressen. Wie viele Daten letztendlich vom Browser gespeichert werden und wie dieser die erhobenen Daten nutzt, ist teils abhängig von den gewählten Einstellungen. Datenschutzkritiker diskutieren die Erhebung der Daten durch Internetbrowser kontrovers und sehen im potentiellen Daten-Sharing eine Gefahr für den Nutzer.

Auf welche Eigenschaften sollten Nutzer bei der Browserauswahl achten?

Um die Gefahr des Datenmissbrauchs zu verringern, ist auf die Nutzung von datenschutzorientierten Anbietern zu achten. Die von Anbietern verwendeten Maßnahmen zur Gewährleistung des Datenschutzes im Internet sind vielfältig. Folgende Eigenschaften sollte ein qualitativer und sicherer Browser in jedem Fall erfüllen:

  • Blockierung von Phising-Seiten
  • Warnung vor unsicheren Seiten
  • Open-Source-Quellcode
  • URL-Filterung
  • Unterbundener Weiterverkauf von persönlichen Daten
  • Geblockte Werbebanner und Popups
  • Maßnahmen zum Anti-Fingerprinting
  • Eingeschränkte Protokollierung
  • Regelmäßiges Schließen von Sicherheitslücken durch Updates

Wie lassen sich Datenschutzeinstellungen anpassen?

Grundsätzlich ist nahezu jeder Browser in der Lage, zahlreiche empfindliche Daten über den Nutzer abzuspeichern. Damit Nutzer im Falle eines digitalen Angriffs vor dem Missbrauch der eigenen Daten geschützt sind, empfiehlt sich die regelmäßige Wartung des Browsers durch die Auswahl der optimalen Nutzereinstellungen. Im Folgenden empfiehlt sich für jeden Browser folgende Grundeinstellung:

  • Regelmäßiges Löschen von angesammelten Browserdaten
  • Das automatische Speichern von Passwörtern ist deaktiviert
  • Sämtliche Autofill-Funktionen für Zahlungsmethoden und Adressen sind deaktiviert
  • Drittanbieter-Cookies sind grundsätzlich gesperrt
  • Das Senden von Absturz- und Nutzungsberichten ist deaktiviert
  • Die automatische Löschung von Webseitendaten, Browserdaten und Cookies nach dem Beenden des Browser ist empfehlenswert

Wer einen erhöhten Wert auf Sicherheit legt, hat die Möglichkeit, weitere Erweiterungen für den eigenen Browser zu nutzen. Logischerweise ist nur die Installation von vertrauenswürdiger Software ratsam. Zu den etablierten Erweiterungen gehören beispielsweise NoScript. Das Open-Source-Project blockiert automatisch aktive Inhalte wie Adobe Flash oder JavaScript, wodurch der Ausführung von Schadcodes auf dem Rechner vorgebeugt wird. Sie ist kompatibel mit Chrome und Firefox. Auch uBlock origin, ebenfalls ein Open-Source-Projekt, kann die Sicherheit im Internet stark erhöhen. Das Programm schützt vor Werbung und Malvertising im Internet. Es ist für ebenfalls für Chrome, Firefox sowie Opera verfügbar.

Welche Browser bieten den größten Schutz im Internet?

Bezüglich des Themas Datenschutz können diverse Browser schon mit den Werkseinstellungen überzeugen. Marktführend sind aktuell unbestritten Google Chrome, Apple Safari, Mozilla Firefox und Opera.

Als beliebtester Browser wird Google Chrome von rund 50 Prozent der Internetnutzer verwendet. Allerdings bleibt die Haupteinnahmequelle des Unternehmens der Werbeerlös. Durch das Sammeln von Tracking-Cookies und anderen Nutzerdaten aus Applikationen ist die Erstellung eines Fußabdrucks möglich, weswegen der Browser aus Datenschutzperspektive weniger interessant wirkt.

Das Open-Source-Projekt Firefox hingegen blockiert standartmäßig sämtliche Tracking-Cookies. Auch durch die Freiheiten in den auszuwählenden Einstellungen und den Open-Source-Code ist der Browser was den Datenschutz angeht deutlich fortgeschrittener.

Auch Apple Safari verfügt über die Möglichkeit zur vollständigen Blockierung von Drittanbieter-Cookies, doch ist Apple Mitglied des PRISM-Überwachungsprogramms. Somit ist der NSA der vollumfängliche und direkte Zugang zu Nutzerdaten gestattet. Auch der private Surfmodus schützt nicht vor dem Datenmissbrauch durch die Behörden. Aus der Vergangenheit kam es im Zuge der Nutzung von Safari bereits zu gravierenden Sicherheitspannen.

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