Datenverlust bei Festplatten – Datenrettung bei nassen Datenträger

Headcrash: Daten auf Festplatte wiederherstellen

Von Naturkatastrophen und Überschwemmungen über Rohrbruch bis hin zu simplen menschlichen Fehlern wie einem verschütteten Glas – es gibt vielerlei Szenarien, die einen Wasserschaden an einem Speichermedium nach sich ziehen. Nicht selten führt dieser unbehandelt zu einem Datenverlust. Wer rasch und richtig handelt, kann das Schlimmste jedoch verhindern.

Wie beeinflusst ein Wasserschaden die Festplatte?

Wie nahezu alle elektronischen Bauteile ist auch eine Festplatte wasseranfällig. In der Regel tritt bei Wasserkontakt ein elektrischer Schaden auf, da die Feuchtigkeit mit recht hoher Wahrscheinlichkeit bis ins Innere des Speichermediums durchdringt. Das reine Wasser sowie die darin enthaltenen Salze sind Gift für die Elektronik und zerstören die empfindlichen elektrischen und mechanischen Bauelemente einer Festplatte. Für eine erfolgsversprechende Datenrettung ist die Entfernung sämtlicher Wasserspuren im Zuge einer gründlichen Reinigung in einem Reinraumlabor unabdingbar. Eine solche Arbeit ist für den Laien nahezu unmöglich, weswegen die Rettung eines wassergeschädigten Datenträgers

Wie reagiere ich bei einem Wasserschaden richtig?

Der Erfolg im Falle eines Wasserschadens steht unter kritischem Zeitdruck. Je größer der Zeitraum zwischen entstandenem Schaden und einer Reparatur, desto höher sind Schäden durch Korrosion. Anwender und Nutzer können den Schaden durch richtiges Handeln minimieren. Folgende Leitlinien im Schadensfall gilt es zu beachten:

  • Der Datenträger ist unbedingt vom Stromnetz zu trennen. Eine erneute Inbetriebnahme der Festplatte kann zu weiteren Schäden führen und einen Datenverlust beschleunigen.
  • Je länger Nutzer die Reparatur des Datenträgers aufschieben, desto größer wird der entstandene Schaden und damit einhergehend niedriger sind die Erfolgschancen auf eine erfolgreiche Datenwiederherstellung. Je schneller die nasse Festplatte auf dem Tisch eines Fachmanns liegt, desto besser. Restwasser in der Festplatte können nämlich dazu führen, dass empfindliche Bauteile weiterhin korrodieren.
  • Entgegen der landläufigen Meinung ist das Trocknen der Festplatte nicht empfehlenswert. Auch eine laienhafte Reinigung ist kontraproduktiv. Die Festplatte ist im Ist-Zustand stoßgeschützt und luftdicht einzupacken und dem Fachmann zur Diagnose zu überreichen. Die fachmännische Reinigung und Beseitigung von Restwasser findet anschließend im Reinraumlabor einer Fachwerkstatt statt.
  • Internetmythen wie das Einlegen in Reis oder das Einfrieren des Datenträgers sind absolut nicht zuträglich und führen maximal zum Totalschaden.

Bei Befolgen der Leitregeln ist eine erfolgreiche Datenwiederherstellung in den meisten Fllen gegeben. Ausgefeilte Software und fortschrittliche Instrumente ermöglichen die Bergung der Daten auch in verzwickten Fällen. Gerade jedoch für Unternehmen ist der kurzzeitige Ausfall der Datenträger existenzbedrohend. Um einem Datenverlust vorzubeugen, sind Backups unumgänglich. Egal ob Unternehmen oder Privatperson, mit der 3-2-1-Backup-Regel lässt sich dem Datensupergau vorbeugen.

Was versteht man unter der 3-2-1 Backup-Regel?

Unter der 3-2-1-Backup-Regel versteht man ein simples Prinzip, welches Daten vor einem unverhofften Verlust bewahren soll. Sie propagiert drei goldene Regeln. So sollen Anwender mindestens drei Datenkopien wichtiger Daten besitzen. Ebenso schreibt sie die Speicherung der Backups auf mindestens zwei verschiedenen Speichermedien vor. Zu guter Letzt ist eine letzte Kopie an einem entfernten externen Standort zu platzieren, etwa in einer Cloud. So sind Daten auch im Falle einer Naturkatastrophe, etwa einer Überschwemmung oder Hochwasserkatastrophe, vor Schäden gesichert.

Datenrettung im Falle eines Wasserschadens

Ist ein Wasserschaden erst entstanden, so ist im Falle einer HDD-Festplatte in erster Linie die Steuerungselektronik betroffen. In HDD-Festplatten fungiert dieser etwa zur Steuerung des Schreibkopfes für einen korrekten Zugriff auf Daten. Der Nutzer selbst verliert somit den Zugriff auf Daten, jedoch sind die Daten weiterhin auf der Festplatte gespeichert. Der eigentliche Datenträger ist nämlich unempfindlich gegenüber Wasser. Die eigentlichen Daten sind zwar vorhanden, doch fehlt der Zugriff. Aus diesem Grund ist die erfolgreiche Reparatur und Bergung von verlorenen Daten im Falle eines Wasserschadens bei HDD-Festplatten sehr wahrscheinlich.

Anders verhält es sich bei SSD-Festplatten. Durch den Austausch von eventuell beschädigten Controllern ist der Datenzugriff meist wieder zu ermöglichen. Komplexer wird es, wenn Speicherchips selbst durch einen Kurzschluss Schaden genommen haben.

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