Datensicherheit in der Cloud – Wie sicher ist die Nutzung der alternativen Onlinespeicher

Datenspeicherung in die Cloud

Selbst bei Versagen der eigenen Festplatte bleiben wichtige auf der Cloud gespeicherte Daten wie Fotos oder Dokumente erhalten. Onlinespeicher erfreuen sich sowohl bei privaten Nutzern als auch bei Unternehmen einer großen Beliebtheit. Allerdings bergen die populären Cloud-Speicher nicht nur Vorteile. Neben laufenden Fixkosten ist Datenschutzrechtlern die vereinfachte  Zugänglichkeit Dritter zu empfindlichen privaten Dokumenten ein Dorn im Auge.

Wie funktioniert eine Cloud?

Rein theoretisch stellen Onlinespeicher eine sichere Alternative zu herkömmlichen Speichermedien dar. Die Kommunikation zwischen dem Internet-Dienst und dem lokalen Rechner erfolgt via verschlüsselter Verbindung, sodass ein Zugriff auf den Datenverkehr für Unbefugte in der Regel nicht möglich ist. Ein zusätzlicher Passwortschutz sorgt für die Datensicherheit in der Cloud. Die über das Internet übertragenen Daten befinden sich nun nicht mehr nur auf dem heimischen Rechner, sondern auf dem Server des spezifischen Anbieters. Wo genau sich diese Rechenzentren befinden, ist oftmals nicht immer ersichtlich. Während die einfache Nutzung einer Cloud für Nutzer im Rahmen eines begrenzten Datenvolumens häufig kostenfrei ist, bieten Anbieter Upgrades zur Erweiterung des Speichers sowie der Hochstufung des Uploads und Downloads von Daten an. Einmal gespeichert haben Nutzer dauerhaften und ortsunabhängigen Zugriff auf ihre gespeicherten Dokumente.

Wie sicher ist die Nutzung einer Cloud?

Prinzipiell sind sämtliche Anbieter mit in Europa liegenden Rechenzentren durch den TÜV zertifiziert. Die Sicherheit ist hier aufgrund der erhöhten Datenschutzbestimmungen in der Europäischen Union eher gewährleistet als bei ausländischen Diensten. Aufgrund der erhöhten Sicherheit ist es Dritten erschwert, sich Zugriff auf die Daten zu verschaffen. Allerdings haben nicht wenige Anbieter ihre Rechenzentren in Nordamerika. Nur wenige Anbieter besitzen in Deutschland ansässige Rechenzentren. Hierzu zählen etwa Clouds von Telekom oder Vodafone.

Rechtliche Bedenken bestehen bei ausländischen Anbietern aufgrund des niedrigen Datenschutzniveaus sowie der fehlenden rechtlichen Regelungen. Noch steht eine pauschale Lösung des Problems aus. Soll dennoch eine ausländische Cloud Mittel zur Datenspeicherung sein, empfiehlt es sich, empfindliche Daten der Cloud vorzuenthalten, was den Nutzen der Cloud per se jedoch einschränkt.

Unabhängig von den Sicherheitsstandards des Anbieters ist die Sicherheit der Internetverbindung von großer Relevanz. Durch die Nutzung von öffentlichen Netzwerken fällt es Dritten leicht, Zugangsdaten abzufangen. Die Datenübertragung sollte daher ausschließlich über gesicherte private Netzwerke sowie über eine Zwei-Faktor-Authentisierung erfolgen.

Wann haftet der Anbieter?

Nutzern stellt sich die Frage eines Datenverlustes oder Datendiebstahls im Kontext der Haftung. Im Zuge eines digitalen Angriffs entscheiden verschiedene Faktoren über die Schadensersatzansprüche der Opfer. Ein Schlüsselfaktor hierbei ist die Frage nach Fahrlässigkeit oder Vorsatz des Anbieters, welche von den genutzten Sicherheitsfaktoren abhängen.

Welche Vorteile und Nachteile bietet eine Cloud?

Konventionelle Speichermedien wie Festplatten oder USB-Sticks neigen zum Verschleiß. Es häufen sich logische Fehler oder Hardwaredefekte, welche zu Datenverlust führen können. Der Online-Speicher bietet Abhilfe, da die regelmäßige Wartung der Server durch den Anbieter durchgeführt wird. Vorteilhaft ist der daher der Schutz vor dem Verlust empfindlicher Daten, auch beim Verlust oder Defekt des eigenen Rechners oder Smartphones. Auch zählt die hohe Flexibilität zu den Stärken einer Cloud, da sich Daten überall und jederzeit abrufen und hochladen lassen. Für die Speicherung von Daten sind keine teuren Speichermedien nötig, auch bieten viele Anbieter die automatische Synchronisierung für erhöhten Komfort an.

Nachteilig ist ganz klar der fehlende Datenschutz. Die eigenen Dateien befinden sich nach wie vor auf einem fremden Server, der nicht zwangsläufig vor dem Zugriff Dritter geschützt ist. Befinden sich Server und Rechenzentren im Ausland, gelten andere Datenschutzlinien als in Deutschland und der EU. Auch eine fehlende Verschlüsselung oder die Nutzung einer unsicheren Verbindung kann es Angreifern erleichtern, persönliche Daten abzugreifen und zu missbrauchen. Nicht zuletzt fallen laufende Fixkosten an, die je nach Anbieter und dem gewählten Leistungspaket stark variieren.

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