DAS HANDY IST INS WASSER GEFALLEN – WIESO REIS NICHT HILLFT!

Reis und Handy – keine gute Kombination bei einem Wasserschaden

Das moderne Smartphone als alltäglicher Begleiter ist immer wieder mit dabei. Immer mehr Funktionen und immer mehr Leistung machen das Gerät immer unentbehrlicher. Und auch die Preise für die moderne Technik bewegen sich mittlerweile in sehr hohen Regionen. Weit über tausend Euro lassen sich heute für ein modernes Smartphone ausgeben. Umso ärgerlicher ist ein Defekt unter Betrachtung dieser Fakten. Dabei lässt sich dieser nur schwerlich vermeiden. Vor allem die Klassiker sorgen immer wieder für Verzweiflung, beispielsweise der Wasserschaden. Einmal nicht aufgepasst, schon fällt Ihr Gerät in die Spüle oder in die Toilette. Auch starker Regen sorgt in vielen Fällen für einen deutlichen Defekt am Endgerät.

Was passiert bei einem Wasserschaden an der verbauten Technik?

Moderne Geräte sind immer mehr mit einem Schutz vor Wasser ausgestattet. Denn gerade dieses stellt eine sehr große Gefahr für die verbaute Technik dar. Tritt die Feuchtigkeit in das Gehäuse des Smartphones ein, kommen hier verschiedene Faktoren des Wassers zum Tragen. Unter anderem enthält das Wasser gelöste Materialien Falsche Signale, Fehlleitungen und mehr sind hierdurch die Folge. Gleichzeitig gibt es aber noch weitere Auswirkungen, welche durch den Eintritt des Wassers in das Gehäuse zum Tragen kommen. So kann beispielsweise auch ein Kurzschluss nicht immer ausgeschlossen werden. Dies sind die bekannten Folgen und Probleme, aber es gibt noch eine weitere Gefahr: elektrochemische Korrosion.

Hierbei korrodieren die Kontakte in und an dem Smartphone. Mit der Zeit können auch hier dann Fehler, Defekte und Probleme auftreten. So fangen Kondensatoren beispielsweise an, plötzlich den Strom zu leiten, obwohl dies nicht gewünscht ist. Dies führt anschließend zu Defekten und zu Fehlfunktionen.

Reis beim Wasserschaden – das überschätzte Vorurteil

Seit es den Wasserschaden am Smartphone gibt, raten immer wieder viele Menschen zu einer Maßnahme mit Reis. Die Idee hier: Der Reis soll die Feuchtigkeit aus dem Gerät entfernen und somit dann dafür sorgen, dass das Gerät im Inneren wieder trocken ist. Anschließend soll das Gerät wieder funktionieren. Allerdings gilt hierbei: Die Maßnahme mit Reis ist keine gute Idee. Hierfür sorgen vor allem wieder mehrere Aspekte.

Auf der einen Seite spielt die Zeit eine sehr wichtige Rolle. Denn im Internet kursieren viele Anleitungen, nach denen Sie Ihr Smartphone mindestens 48 Stunden in dem Reis liegen lassen sollen, damit dieses trocknet. Gerade die Zeit spielt aber eine sehr wichtige Rolle und hierbei kann es nicht schnell genug gehen, wenn Sie das Smartphone und die empfindliche Technik noch retten möchten. Gleichzeitig sorgt der Reis zwar auf der einen Seite dafür, dass das Wasser an sich trocknen kann, aber weiterhin enthaltene Bestandteile bleiben bestehen und belasten die Technik des Smartphones definitiv.

So sollten Sie bei einem Wasserschaden am Smartphone reagieren…

Wenn Ihr Smartphone wirklich einen Wasserschaden erleidet, sollten Sie schnell und vor allem richtig reagieren. Zunächst sollten Sie die Stromzufuhr komplett deaktivieren und das Gerät komplett ausschalten. Besonders gut ist es, wenn Sie den Gerät des Akkus entnehmen können und somit jeden Stromfluss sofort unterbrechen. Allerdings ist dies natürlich bei vielen Modellen auf dem Markt heute nicht mehr möglich. Bei aktuellen High-End Geräten lassen sich die Akkus ohne aufwendige Demontage und ohne passendes Werkzeug nicht entnehmen. Allerdings sollten Sie auch in diesem Fall das Gerät sofort ausschalten und auch nicht mehr einschalten. Denn sobald der Strom fließt, drohen deutliche und umfangreiche Defekte.

Eine professionelle Vorgehensweise zur Behebung des Wasserschadens ist im privaten Umfeld in den meisten Fällen gar nicht möglich. Denn hierfür sind weitgehende Schritte und umfangreiche Maßnahmen möglich. Natürlich ist es so, dass bei der Anwendung klassischer Tipps auch das Gerät wieder reagieren und funktionieren kann. Dies gilt sowohl für den Reis wie auch für das oftmals empfohlene Trocknen im Backofen. Allerdings handelt es sich hierbei tatsächlich eher um einen Zufall, als um die Regel.

Ist das Gerät nach dem Wasserschaden dann in den Händen des Profis angekommen, dann wird dieser im ersten Schritt das Gehäuse öffnen und sich einen Überblick verschaffen. Hierbei wird unter anderem auch das Logic- oder Mainboard entnommen, welches das Herzstück der modernen Technik des Smartphones darstellt. Im Rahmen einer anschließenden Inspektion der Technik unter dem Mikroskop lassen sich schadhafte Stellen und offensichtliche Defekte direkt erkennen. Nun wird die Reinigung der sensiblen Technik des Smartphones durchgeführt. Durch die Verwendung hochwertiger Chemikalien werden hierbei auch feine Ablagerungen, Mineralien und Salze entfernt. Anschließend setzt der Profi das Gerät wieder zusammen. Erst dann wird das Gerät wieder eingeschaltet und es wird überprüft, ob alle Features und Funktionen weiterhin zur Verfügung stehen. Wichtig: Auf Wunsch übernimmt der Profi auch die Reparatur oder den Austausch der defekten Technik. Allerdings gilt hierbei, dass sich eine Reparatur nicht bei allen Endgeräten lohnt. Da die Kosten oftmals mehrere hundert Euro betragen können, sollten Sie genau abwägen, ob Sie die Reparatur durchführen möchten. Denn in vielen Fällen kann es sich dann eher lohnen, nach einer professionellen Datenrettung ein neues Gerät zu kaufen.

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